Thema des Monats


Der Beste sein – und es zeigen!

Herausragende Qualifikationen, ein Werdegang wie aus dem Bilderbuch, geschliffene Umgangsformen – und dennoch bleibt der Erfolg im Beruf aus. Es reicht heutzutage nicht mehr, einfach gut zu sein. Doch wie präsentiert man sich selbst effektiv und bleibt dabei stilvoll?


Der Trick mit dem Selbst-Bewusstsein

Nicht immer entscheiden allein blanke Fakten darüber, wer im Beruf und bei Bewerbungen gut abschneidet. Meist ist es mehr das Wie als das Was, das die Tür in die Karrierezukunft öffnet. Besonders gut stehen solche Kandidaten da, die sich ihrer selbst bewusst sind, im wahrsten Sinne des Wortes also über „Selbst-Bewusstsein“ verfügen. Dazu ist es unabdingbar, dass sowohl Stärken als auch Schwächen erkannt und akzeptiert werden. Erst durch dieses Übereinstimmen von Selbstbild und Fremdwirkung entsteht Authentizität.


Hat nicht jeder ein „authentisches Ich“?

Selbstverständlich hat jeder ein echtes, unverwechselbares Ego. Doch wie dieses nach außen, auf die Mitmenschen wirkt, das lernt man erst durch Interaktion und Feedback. Unseren Freunden gegenüber verhalten wir uns authentisch, ungekünstelt. Dort können wir sagen, wir sind „wir selbst“. In der Berufswelt sieht das schon anders aus: Hier muss akzentuiert werden, müssen Stärken hervorgekehrt und Schwächen gemeistert werden. Damit wir gleich beim ersten Gespräch zeigen können, wer wir sind, braucht es viel Erfahrung – oder Training.


Die Gefahr von „Trial and Error“

Manch einem scheint die Kunst, sich stets optimal zu präsentieren, in die Wiege gelegt. Für die meisten Menschen ist die Vermarktung der eigenen Person jedoch etwas, das sie erlernen müssen – und können. Das geht entweder via „Trial and Error“, oder man spielt verschiedene Situationen und Rollen mit Vertrauten durch. Die erste Methode beinhaltet die Gefahr, bei Bewerbungsgesprächen oder anderen gewichtigen beruflichen Entscheidungsmomenten zu versagen. Ein Risiko, dem sich niemand gerne aussetzen möchte.


Schauspielschule in den eigenen vier Wänden

Wir haben deshalb ein paar Tipps für das Erproben der eigenen Außenwirkung für Sie zusammengefasst:


  • Nichts ist wichtiger als Feedback, um das eigene Auftreten optimieren zu können. Bitten Sie daher einen Freund, Sie bei diesen Übungen zu begleiten – ersatzweise kann auch eine Videokamera Ihr „Freund“ sein.
  • Wählen Sie ein Thema, über das Sie aus dem Stehgreif ein Referat halten können. Geben Sie sich dafür fünf Minuten und sprechen Sie frei, das heißt ohne Notizen oder sonstige Hilfsmittel, zu Ihrem Freund, beziehungsweise in die Kamera.
  • Stellen Sie sich vor, man befragt Sie in einem Bewerbungsgespräch zu Ihren Schwächen oder Sie haben auf der Arbeit einen Fehler gemacht, mit dem Sie nun konfrontiert werden. Nehmen Sie eine möglichst konkrete Situation und bringen Sie auf den Punkt, warum man Ihnen dennoch eine Chance geben sollte.
  • Sie haben etwas außergewöhnlich Erfolgreiches vollbracht und werden gefragt, warum ausgerechnet Sie das geschafft haben. Stehen Sie Ihrem Freund/der Kamera Rede und Antwort, und zwar in so knapper und präziser Form wie möglich.


Nehmen Sie jeden Hinweis, jedes Feedback Ihres Freundes extrem wichtig. Ertragen Sie Kritik, auch wenn diese naturgemäß erst einmal ungemütlich ist. Es sind genau diese kleinen, erkenntnisreichen Momente, durch die man wirklich lernen kann, überzeugend aufzutreten. Je mehr Erfahrung Sie in spielerischen Situationen sammeln – desto besser sind Sie für den Ernstfall gerüstet!


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