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So kann ich arbeiten! – Was einen attraktiven Arbeitgeber ausmacht und wie man ihn erkennt

Ein gutes Gehalt, ein toller Firmenwagen und ein üppiges Pensum an Urlaubstagen – solche Faktoren sind es überraschenderweise nicht mehr, die einen Arbeitgeber attraktiv machen. Aber was wünscht sich der hochqualifizierte Arbeitnehmer von heute dann? Und was kann man als Unternehmen tun, um sexy zu sein?

Qualifizierte Fachkräfte sind in Deutschland so begehrt wie fast nie: Hochschulabsolventen erhalten oft schon vorm Studienabschluss mehrere interessante Angebote. Was für sie letztlich den Ausschlag für die Entscheidung gibt, ist verblüffend: Weder materielle Faktoren sind es, noch die jahrelang viel gerühmte Anpassung an die Arbeitnehmerbedürfnisse wie ein interner Kindergarten, die Möglichkeit von Sabbaticals oder auf Wunsch flexible Arbeitszeiten. All diese Faktoren werden zwar positiv gewertet, viel wichtiger ist aber etwas erstaunlich Vernünftiges.

Ein Job, der wirklich passt

Was sich begehrte Arbeitnehmer wünschen, ist – ein Job, der wirklich zu ihnen passt. Sie wollen eine erfüllende Aufgabe, in der sie ihre Stärken verwirklichen können. Und das bei einem Unternehmen, das sie wertschätzt und das selbst einen guten Ruf hat. Dabei geht es weniger um eine hübsche Fassade, sondern um echte Werte: Die Arbeit soll Sinn ergeben. Für den Arbeitnehmer und für den Arbeitgeber.

Dieser Wunsch nach Deckungsgleichheit von Handeln und Sein folgt der gesellschaftlichen Rückkehr zu Transparenz und Authentizität. Er ist eine Chance für Unternehmen, sich auf die eigenen Zielsetzungen hin zu überprüfen und Außenwirkung und innere Logik von Widersprüchen zu befreien. Eine gute HR-Arbeit gehört dabei zu den wichtigsten Faktoren der Arbeitgeberattraktivität. Nur wenn Firma und Arbeitnehmer zusammenpassen, entsteht eine fruchtbare Win-Win-Situation zum Vorteil aller.

Der gläserne Pantoffel oder: Wie erkenne ich den perfekten Arbeitgeber?

Das Internet macht es zum Glück möglich, zumindest die faulen Äpfel gleich auszusortieren. Wenn Sie einen heißen Kandidaten haben, können die folgenden Methoden helfen, bequem vom Computer aus Klarheit zu gewinnen:

- Sehen Sie sich die Webseite der Firma an. Gibt es einen internen Bereich? Ein vorhandenes Intranet lässt schon einmal hoffen. Wie ist die Jobs-Sektion aufgemacht? Was wird ggf. unter "Presse" veröffentlicht? Entwickeln Sie ein gutes Gefühl dabei?

- Nutzt die Firma social media? Nicht jedes Unternehmen benötigt eine Facebook-Seite oder gar einen Twitter-Account, aber für manche Branchen ergibt es Sinn. Werden die Profile sorgfältig gepflegt? Kommentieren Mitarbeiter, entsteht vielleicht sogar Kommunikation zwischen Kollegen oder mit Vorgesetzten?

- Bewertungsportale wie www.kununu.com geben Ihnen wertvolle Anhaltspunkte und können schon mal zum Kick-off-Kriterium werden. Genießen Sie die Berichte aber immer mit Vorsicht: Manches könnte vom Arbeitgeber geschönt oder andersherum von einem schlechten Arbeitnehmer schwarzgemalt sein.

Am Ende ist es mit der Arbeitgebersuche wie mit dem Schuhkauf: Es geht nur bis zu einem gewissen Punkt online. Danach müssen Sie anprobieren. Nichts ersetzt den persönlichen Kontakt. Nehmen Sie die Atmosphäre im Unternehmen auf, wenn Sie zum Bewerbungsgespräch gehen. Bleiben Sie vielleicht noch zum Mittag in der Kantine und unterhalten Sie sich mit Mitarbeitern. Und das Wichtigste: Vertrauen Sie in letzter Konsequenz immer Ihrem Bauchgefühl – denn nur das sagt Ihnen, ob es wirklich passt!

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